Die Grundlagen der PsychoNeuroEnergetics

Der klinische Ansatz der PNE

PsychoNeuroEnergetics ist eine körper-orientierte Therapie, die integrierend mit der physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Ebene arbeitet. Subtile Körperwahrnehmungen sind die „Sprache der Seele“ und werden als Zugang zu den traumatischen Speicherungen genutzt.

PNE-Körper-Therapeuten lernen, diese Sprache der Seele bzw. des ANS im Körper zu erkennen und zu verstehen.

Oft ist es sinnvoll, im Vorfeld einer Behandlung eine zu hohe Anspannung und/oder Erstarrung im Körper durch die Aktivierung des vorderen Vagus, zu lösen und so den Prozess des Umstrukturierens und Neuinformierens in Gang zu setzen. Die manuellen Techniken, die wir benutzen basieren auf der Polyvagaltheorie von Stephen Porges sowie der Arbeit des Osteopathen Stanley Rosenbergs.

Nervensystem



Zugang zu den unbewussten innerpsychischen Mustern erlangt der PNE-Therapeut über spezielle neurosomatische Körperpunkte, die eine über den Vagusnerv vermittelte reflektorische Verbindung zu den Organen und Drüsen herstellen. Auf diese Weise wird eine direkte Informations-Verbindung geschaffen zu den Erinnerungen, Prägungen und Reaktionsmustern des limbischen Gehirns.

Kontinuierliches Halten dieser Punkte, verbunden mit einer feinfühligen geprächstherapeutischen Begleitung, ermöglichen dem Klienten, das negativ prägende Geschehen in einem sicheren Rahmen aufzuarbeiten.

Psyche

Einschränkende Glaubensmuster oder Gewohnheiten können aus eigenen traumatischen Erfahrungen stammen, sie können aber auch von Eltern oder anderen Familienmitgliedern oder sogar aus kulturellen oder kollektiven Systemen übernommen sein.

Wenn die Fülle von Empfindungen, Gefühlen, Gedanken und Worten im geschützten Rahmen der Behandlung erfahren werden kann, wird eine bewusste Transformation möglich. Das daraus resultierende einschränkende Glaubensmuster, das den Körper aus seiner Balance gebracht hatte, löst sich auf und ein tiefes Verstehen stellt sich ein.

Energie

Entscheidend für die Auflösung der einschränkenden Folgen einer ehemals überwältigenden Situation ist die Entladung der im autonomen Nervensystem gefrorenen Energie. Die seinerzeit so überwältigenden Gefühle können nun in kleinen, wohldosierten Schritten wahrgenommen und die dahinterliegenden Glaubenssätze, die unser Leben seitdem unbewusst bestimmen, erkannt werden.


Die nicht abgerufene Energie der ehemals stressigen Situation wird nun in einer PNE-Sitzung in Bewegung gebracht bzw. während der PNE-Sitzung zu Ende ausgedrückt oder ausgelebt. Zeitgleich findet eine Aktivierung des Vagusnervs zur Regulation und Schutz vor Überflutung statt. Dieser Nerv im Autonomen Nervensystem ist für den parasympatischen Teil zuständig und somit für Wohlbefinden, Sicherheit, Verbundenheit und Heilung.