Der Begriff des Trauma oder wie Blockaden und Trigger entstehen können

Wenn Menschen das Wort "Trauma" hören, stellen sie sich oft ein oder mehrere dramatische Ereignisse vor. Dies kann der Fall sein.


Wir unterscheiden in erster Linie Entwicklungs- bwz. Bindungstraumata und Schocktraumata.

Entwicklungstrauma ist z.B. ein wiederholt erlebtes Fehlen von liebevoller Bindung mit wohlgesonnenen Bezugspersonen, Vernachlässigung bis hin zu emotionaler und körperlicher Gewalterfahrung, Missbrauch etc. Die Veränderungen im Nervensystem sind bei einer Traumatisierung durch Bindungspersonen erheblich gravierender. Meist wurden diese negativen Erfahrungen in Kindheit und Jugend manifestiert. Das Erlebnis konnte nicht verarbeitet und integriert werden, da es diesen bestimmten Menschen in dieser bestimmten Entwicklungsstufe überforderte.

Schocktrauma bezeichnet einmalige, dramatische Ereignisse, wie Unfälle, Naturkatastrophen, Vergewaltigung, Überfälle etc.

Trauma und chronischer Stress sitzen im Nervensystem.







Wie funktioniert unser Autonomes Nervensystem?

Ein sehr gelungenes Video zur Funktion des Autonomen Nervensytems, kurz ANS (englische Sprache)





Unser Autonomes Nervensystem speichert zu unserer Sicherheit Verhaltens- und Denkmuster, die einmal überlebenswichtig waren. Aber nun verhindert dies möglicherweise ein glückliches Leben zu führen, da diese Muster über Trigger immer wieder aktiviert werden können, obwohl das Erlebte in der Vergangenheit liegt. Trigger sind hierbei individuell und können im Prinzip alles sein: die Farbe eines Pullovers, ein bestimmter Gesichtsausdruck oder Tonfall des Gegenübers, ein Geräusch, eine Berührung usw...

Wir verhalten uns dann dementsprechend in unserem Leben, z.B.:
-> Bindungen einzugehen fühlt sich z.B. nicht gut an, obwohl der/die PartnerIn fürs Leben gefunden ist.
-> Wir sagen "Ja" zu etwas, obwohl wir spüren dass ein "Nein" eigentlich richtig wäre.
-> Manchmal bemerkt man die "falsche Entscheidung" erst Tage später.
-> Oder man kann gar nichts mehr sagen, verstummt und hat das Gefühl zu erstarren, der Kiefer wird vielleicht fest, der Kopf schmerzt usw...

Manche Symptome bleiben - der Körper "spricht" darüber weiter mit uns.
Diese Sprache gemeinsam mit Ihnen zu verstehen, ist mein Ziel.
Dies bietet Potential zur Veränderung.


Denn das damals beim Heranwachsen richtige und sozusagen überlebenswichtige Verhalten, verhindert nun das selbstbestimmte und erfüllte Leben, das wir uns alle so sehr wünschen. Diese Abspeicherung in Psyche und Nervensystem kann gelöst werden.



Eine ungünstige Abspeicherung im Nervensystem in Bezug auf unser Verhalten bzw. eine Blockade kann auch in Momenten des Lebens entstehen, die wir nicht für so einschneidend halten.

Es kann sich ebenso als Endergebnis einer Folge von Stress auslösenden Ereignissen zeigen. Menschen sind dann im Alltag stark beeinflusst, treffen Entscheidungen anders als sie eigentlich wollen, "können nicht anders" und leiden selbst unter der gefühlten Fremdsteuerung Ihres Geistes, Seele und Körper.

Scheinbar kleine Erlebnisse können dazu führen, dass sich ein ungünstiger, ja ungesunder Glaubenssatz manifestiert. Unausgedrückte Emotionen und Ereignisse, egal wie klein, können, wenn sie nicht verarbeitet werden, zu chronischem Stress, Organfehlfunktionen, körperlichen Beschwerden z.B. anhaltenden Schmerzen, Krankheiten sowie zu störenden Verhaltensmustern, Phobien und emotionalen Unausgewogenheiten führen.



Hinweise auf abgespeicherte Trauma-Energie sind:

- leichte Erregbarkeit
- Überempfindlich gegenüber Geräuschen und Licht
- schnell überfordert
- Kontrollbedürfnis, immer Recht haben müssen
- Innerliches Getrieben sein, die Suche nach etwas ohne zu wissen nach was
- Reden wie ein Wasserfall, sich im Kopf im Kreis drehen
- Wutausbrüche, heftige Stimmungsschwankungen
- Konzentrationsstörungen, schlechtes Kurzzeitgedächtnis
- Große Schreckhaftigkeit
- Übelkeit oder Schwindel ohne ärztlichen Befund
- Atemnot, Schweissausbrüche, Herzrasen
- Schlafstörungen
- Starkes Misstrauen
- Ausgeprägtes Risikoverhalten
- Angst vor Menschen und/oder Nähe und gleichzeitig Sehnsucht danach
- Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
- Emotionale Taubheit
- Kaum oder nicht vorhandene Körperwahrnehmung
- Kein Vertrauen ins Leben
- Gefühl immer irgendwie überdreht zu sein und nicht zur Ruhe kommen zu können
- sich nicht entspannen können
- sich nicht motivieren können
- wie erstarrt sein und sich (teilweise) handlungsunfähig fühlen
- Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen
- wandernde körperliche Symptome
- chronische Schmerzen
und viele mehr...